SG Neukirchen-Hülrath

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FC Delhoven

Treffen 18:00 Mittwoch 07.12.2011  19:30 Uhr
1 2 Halbzeit:
0:2


 

 

 

 

Tore Spielbericht Aufstellung
   
0 1 5.min
0 2 12.min
Felix

1 2 58.min



Delhoven steht im Pokalfinale

 Vier Tage nach der sehr enttäuschenden Niederlage im Meisterschaftsspiel gegen Kaarst, hatte die Mannschaft von Trainer Markus Neubert die nächste schwierige Aufgabe vor der Brust. Es galt, gegen den aktuellen Tabellenführer der Leistungsklasse aus Neukirchen-Hülchrath im Halbfinale des laufenden Kreispokalwettbewerbes zu bestehen - sprich zu gewinnen, um sich selbst für die Teilnahme am Niederrheinpokal zu qualifizieren. 

Glücklicherweise erhielt Delhoven kurz vor Spielbeginn die Freigabe ihres etatmäßigen Stürmers Felix Frason, der im Spiel gegen Kaarst nicht regelkonform vom Platz gestellt wurde. Verzichten musste der Trainer aber weiterhin auf einige Langzeitverletzte, sowie auch auf Verteidiger Florian Jeschke (Knieprellung) und Torwart Kevin Zur (Erkältung). 

Gespielt wurde am Mittwochabend um 19:30 Uhr in Neukirchen-Hülchrath unter Flutlichtbedingungen auf dem hiesigen Kunstrasenplatz. Trotz der vorherrschenden Kälte fanden sich dennoch zahlreiche Zuschauer ein, um das Spiel beider Mannschaften zu verfolgen. 

Spielleiter Tim Brüster (Jugendbundesliga-Schiedsrichter) pfiff die Partie pünktlich an. Und schon nach wenigen Spielminuten klingelte es das erste Mal. Eine mustergültige Flanke von der linken Seite in der 4. Spielminute durch Serhat Ertürk, verwandelte der relativ frei stehende Felix Frason mit einem ebenso sehenswerten Kopfball zur 1:0 Führung für die Mannschaft von Trainer Markus Neubert. Das war sicher ganz nach dem Geschmack der mitgereisten Anhänger. Neukirchen allerdings war offensichtlich sehr überrascht über das engagierte Auftreten der Mannschaft aus Delhoven und fand zunächst kein Mittel gegen die druckvoll aufspielenden Gäste. 

Viel Zeit zum Überlegen bekamen sie auch nicht, denn schon in der 12. Minute war es wieder Felix Frason der relativ unbedrängt im Strafraum zum Abschluss kam und den Ball trocken und unhaltbar für den gegnerischen Torwart im linken unteren Eck versenken konnte – 2:0 für Delhoven. 

Wiederum nur sechs Minuten später, also in der 18. Spielminute, konnte Felix Frason nur noch mit einem Foul im gegnerischen 16er am Abschluss gehindert werden. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und entschied sehr zum Missfallen der Gastgeber auf Strafstoß. Der Gefoulte selbst übernahm Verantwortung und schnappte sich den Ball. Doch getreu der alten Fußballerweisheit. „Der gefoulte sollte nicht selbst zum Elfmeter antreten“ hätte er vielleicht besser jemand anderes den Vortritt lassen sollen. Felix Schuss war zwar hart und platziert  - allerdings traf er nur die Querlatte. Schade, denn mit einem weiteren Treffer hätte er sicher schon für eine Vorentscheidung sorgen können. So aber sollte der Abend noch für ein paar spannende Momente sorgen.  

In der 35. Minute dann eine für Innenverteidiger Felix Wünsche unglückliche Situation, als er weit vor dem eigenen Strafraum in einen Zweikampf verwickelt wurde. Den hohen Abschlag des Neukirchener Torwarts verfolgend, verlor er ein wenig die „Kontrolle“ über den schnellen Stürmer der Gastgeber und stieß mit ihm kurz hinter der Mittellinie zusammen. Dies wertete der Schiedsrichter als taktisches Foul und Verhinderung einer Torchance für die Gastgeber. Felix war zu diesem Zeitpunkt quasi „letzter Mann“. Die Folge für ihn: eine fünfminütige Zeitstrafe. 

Neukirchen-Hülchrath konnte jedoch aus dem Überzahlspiel kein Kapital schlagen. Delhoven verteidigte in dieser Phase gut und hatte mit Ersatztorwart Julian Siegberg auch einen sicheren Schlussmann im Tor. 

Nach der Pause kam Neukirchen-Hülchrath allerdings mit viel Druck aus der Kabine. Die Ansprache des mehrköpfigen Trainergespanns muss wohl entsprechend gewesen sein. In dieser Phase reagierte Delhoven nur noch, anstatt weiter ihr eigenes Spiel zu spielen und konnte nur noch durch den einen oder anderen Konter für zeitweilige Entlastung sorgen.  

Zweimal kurz hintereinander wurde es dann wirklich ganz brenzlig vor dem Delhovener Kasten. Beide Male war Julian Siegberg schon geschlagen, doch Verteidiger Felix Wünsche klärte den Ball in beiden Situationen kurz vor der Linie und verhinderte somit den jeweiligen, sicher geglaubten  Anschlusstreffer. 

Doch in der 58. Minute war es dann soweit. Der Druck der Gastgeber war weiterhin sehr hoch. In dieser Situation war die Delhovener Abwehr etwas unsortiert und Julian Siegberg kam für den Bruchteil einer Sekunde zu spät aus dem Tor heraus. Trotzdem, keinen Vorwurf an ihn, er hatte bis zum Schluss eine tolle Partie gespielt. 

Es wurde von Minute zu Minute spannender. Allerdings häuften sich auch die Fouls auf beiden Seiten und der Spielfluss wurde dadurch entsprechend gestört. Nun, für Delhoven kein Problem. Man lag ja immer noch mit einem Tor vorne. Neukirchens Trainer wechselte nun eine paar frische Kräfte ein um weiterhin druckvoll nach vorne spielen zu können. Doch auch Markus Neubert auf Delhovener Seite verstand, das Spiel durch entsprechend häufige Wechsel aus dem Rhythmus zu bringen. Somit vergingen viele Minuten in denen nichts Aufregendes passierte. 

Je länger das Spiel dauerte umso größer wurde der Frust auf Neukirchener Seite. Man hatte offensichtlich fest mit einem Weiterkommen gerechnet. Im Focus der Gastgeber lag nun der Schiedsrichter. Jede seiner Entscheidungen gegen Neukirchen wurde auf das Heftigste kommentiert. 

Kurz vor Schluss hatte Delhoven dann sogar noch zweimal die Möglichkeit den berühmten Sack zu zumachen. Einmal war es Felix Frason der DIE Chance des Abends liegen ließ. Anstatt den Ball rechts oder links am Torwart vorbei zu schieben, versuchte es mit einem seiner „berüchtigten“ Heber. Doch der Schlussmann ließ sich nicht verschaukeln und fing den Ball über Kopf auf. Das war schon etwas arrogant, aber die Mannschaftskasse wird es freuen ;-) 

Die zweite Gelegenheit alles klar zu machen resultierte ebenfalls aus einem Konter. Im klaren Überzahlspiel schafften es die Delhovener aber nicht diesen erfolgreich abzuschließen. Das kann man sicher besser machen. 

Der Schiedsrichter hatte dann ebenfalls genug und beendete die Partie nach 90+3 Minuten Spielzeit. Die Freude auf Seiten der Delhovener war natürlich groß. Zum einen hatte man sich gegenüber dem Kaarster Spiel deutlich gefestigter gezeigt, zum anderen steht man durch den Sieg nicht nur im Kreispokalendspiel (gegen den SC Kapellen) sondern hat sich auch für die Teilnahme am Niederrheinpokal qualifiziert.  

 Fazit:

Der Sieg war schlussendlich verdient. Delhoven hat in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel abgeliefert. Die beiden größten Möglichkeiten hatte man jeweils mit einem Treffer effektiv abgeschlossen. In der zweiten Halbzeit kamen sie etwas ins schwimmen, mussten den Gegentreffer hinnehmen, brachen aber nicht auseinander. Darauf kann man in den kommenden Spielen wieder aufbauen. 

Ach ja, eine Schlussbemerkung noch. Die Disziplin auf dem Platz auf Seiten der Delhovener Spieler war absolut in Ordnung – mit einer einzigen Ausnahme. Auch wenn die Zuschauer der Gastgeber am Seitenrand nicht immer ganz „feinfühlig“ reagiert haben, darf man sich nicht provozieren lassen. Es bestand auch gar kein Grund dazu, man lag schließlich in Führung. Den Ball bei einer Spielunterbrechung aber einfach auf die Menschenmenge zu dreschen hätte, wenn es der Schiri gesehen hätte, mit einer glatt roten Karte geahndet werden können. Da muss man einfach souveräner mit umgehen. Ich denke, derjenige den ich meine weiß Bescheid ;-)  

Aufstellung Delhoven:

Julian Siegberg (TW), Dominik Becker, Felix Wünsche, Marco Kulig, Serhat Ertürk, Osan Saglam, Roman Albrecht, Nico Benz, Furkan Caglar, Musa Yesilbag, Felix Frason, Yannik Schäfer (60.), Burak Ünal (4.)


Julian Siegberg
Serhat Ertürk
Marco Kulig
Felix Wünsche
Dominik Becker
Osan Saglam
Nico Benz
Roman Albrecht
Musa Yesilbag
Furkan Caglar
Felix Frason
Burak Ünal
Yannik Schäfer
 
 
 
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