FC Delhoven

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ETB Schwarz-Weiß Essen

Treffen 10:00 Sonntag   29.01.2012 11:00 Uhr
2   3 n.V. Halbzeit:
2:0


 

 

 

 

Aufstellung Spielbericht Tore
Kevin Zur
Mick Dziggel
Marco Kulig
Felix Wünsche
Ekrem Kadyoram
Osam Saglam
Dennis Pethke
Musa Yesilbag
Roman Albrecht
Ersin Onur
Felix Frason
Can Karakus
Furkan Caglar
Burak Ünal
Dominik Becker
 

Niederrheinpokal 1. Runde

 

Delhoven verliert nach tollem Kampf mit 2:3 n.V. gegen ETB Essen

 Zahlreiche Zuschauer trotzten der niedrigen Außentemperatur am vergangenen Sonntagvormittag und fanden sich auf der Sportanlage des FC SF Delhoven ein - und sie sollten für ihr Erscheinen belohnt werden.  

Auf dem Programm stand das Niederrheinpokalspiel (1.Runde) zwischen der eigenen A-Jugend gegen den Favoriten vom ETB Schwarz-Weiß Essen. Da der Rasenplatz gesperrt war, wurde auf Asche gespielt. Dies war jedoch nicht unbedingt ein Nachteil - zumindest nicht für die Heimmannschaft. 

Fast alle Spieler des Kaders standen Delhovens Trainer Markus Neubert zur Verfügung. Eine besondere, motivierende Ansprache vor dem Spiel war sicher nicht erforderlich, alle brannten darauf ihr Bestes zu geben. Denn schließlich hatte man sich mühevoll für dieses Spiel qualifiziert. Und "einfach so" wollte man sich gegen den Niederrheinligisten auch nicht aus dem Wettbewerb kegeln lassen. Im Gegenteil, der Trainer musste seine Jungs etwas bremsen damit sie nicht ins offene Messer rannten.

 Das, was man dann von der ersten Spielminute an auf Delhovener Seite sah, war eine taktisch gut eingestellte Mannschaft. Räume dicht machen, ständiges Verschieben, den Gegner kommen lassen und durch gezielte Konter in Bedrängnis bringen.

 Ok, Essen war von Anfang an die dominierende Mannschaft und versuchte dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Doch hatten sie wohl nicht mit der hartnäckigen Gegenwehr der Delhovener gerechnet.

 Sichtlich überrascht waren sie dann auch vom frühen Führungstreffer der Gastgeber. Musa Yesilbag war es, der in der 6. Spielminute einen tollen Angriff erfolgreich und für den gegnerischen Torhüter unhaltbar abschließen konnte. 

Durch den Führungstreffer zwar bestärkt, aber nicht übermütig geworden, besannen sich die Delhovener wieder auf ihre vom Trainer vorgegebene Taktik und zogen sich erneut zurück in die eigene Hälfte. Essen tat sich ungemein schwer und fand kaum eine Lücke durch die Abwehrriegel der Gastgeber. Und als sich doch einmal eine Gelegenheit bot zum Abschluss zu kommen, war da ja noch Schlussmann Kevin Zur. Dieser bot, das kann man an dieser Stelle schon einmal verraten, eine absolut tolle Leistung. Mehr als einmal verhinderte er einen sicher geglaubten Treffer der Essener durch jeweils sehenswerte Paraden - zum Teil gegen Schüsse aus nächster Nähe. 

Aber auch Delhoven konnte immer wieder Nadelstiche und damit den Gegner gekonnt unter Druck setzen. Leider wurden einige Angriffe durch knappe aber wohl richtige Abseitsentscheidungen vorzeitig abgebrochen. 

Doch in der 37. Spielminute war es dann mal kein Abseits und Felix Frason vollendete einen der zahlreichen Konter mit dem Treffer zur 2:0 Führung für Delhoven. Damit hatten die wenigsten der auf und neben dem Platz Anwesenden gerechnet. Sollte es tatsächlich zu einer kleinen Sensation kommen ?    

Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit hätte Essen den Anschlusstreffer erzielen können - ja müssen. Doch erneut war es Torwart Kevin Zur der dies durch eine glanzvolle Parade verhinderte und damit der eigenen Mannschaft den psychologisch wichtigen Vorsprung mit in die Kabine nehmen ließ. 

Dass die Essener ihre Bemühungen weiter steigern und den Druck im Spiel nach Vorne erhöhen würden, war allen klar. Delhoven war also gut beraten an ihrer Taktik festzuhalten. Auch wenn dies viel Kraft kosten würde. 

Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber fast überstanden, als im eigenen Strafraum eine "Kopfballkerze" eines Essener Angreifers mehr oder weniger unglücklich im Netz des Delhovener Kastens landete. Der Jubel auf Seiten der Gäste war groß - schließlich war man bis dahin gut eine Stunde gegen ein Bollwerk angelaufen. 

Sicher, erfreut waren die Spieler und Anhänger der Delhovener Mannschaft selbstverständlich nicht, aber man lag ja immer noch in Führung.Da Felix Frason mit einer aus seiner Sicht Abseitsfehlentscheidung des Schiedsrichters haderte, bekam er für seine Uneinsichtigkeit (man kann auch Meckern sagen) die gelbe Karte gezeigt.  

In der 64. Spielminute hätte Felix Frason dann aber für eine kleine Vorentscheidung sorgen können. Doch sein Schuss aus etwa 15 Meter Torentfernung traf "nur" die Unterseite der Latte und prallte von dort knapp vor der Linie wieder zurück ins Spielfeld. Oder war der Ball vielleicht doch hinter der Linie? Ein Hauch von "Wembley" wehte über den Delhovener Platz. Wo war die Torkamera? Eine Wiederholung blieb leider aus. 

Der erste Wechsel auf Delhovener Seite in der 65. Minute: Can Karakus kam für Ersin Onur ins Spiel. Ein kleiner Schreckensmoment dann in der 71. Minute. Nach einer Abwehraktion kam Schlussmann Kevin Zur unglücklich auf den harten Boden auf und verletzte sich. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte er jedoch weiter spielen. 

In der 78. Minute der nächste Spielerwechsel bei den Gastgebern: Kapitän Dennis Pethke wurde ausgewechselt, für ihn brachte Markus Neubert Furkan Caglar in die Partie.Beide Auswechslungen kamen zum richtigen Zeitpunkt. Denn so langsam schwanden die Kräfte und frisches Blut war notwendig, denn die Angriffsbemühungen der Gäste ließen nicht nach. Der Ausgleich lag in der quasi in der Luft. 

So dann geschehen in der 86. Minute. War es mangelnde Konzentration oder Nachlässigkeit? Nach einer schon fast geklärten Situation an der eigenen, linken Eckfahne kamen die Essener noch einmal in Ballbesitz und drangen in den Delhovener Strafraum ein. Dort war es dann schwer den Ball erneut zu klären ohne unter Umständen ein elfmeterwürdiges Foul zu begehen. Jedenfalls landete der Ball - dieses Mal unhaltbar für Kevin Zur - im eigenen Netz. Ernüchterung auf Seiten der Delhovener machte sich breit. Doch von Aufgabe war keine Rede. Auch in den verbleibenden Minuten der regulären Spielzeit wurde tapfer weiter gekämpft. Ziel: Verlängerung! 

Wer glaubte, dass Delhoven nun einbrechen würde sah sich getäuscht. Sicher, die Essener hatten auch in Sachen Fitness mehr in die Waagschale zu werfen als die Spieler von Markus Neubert, aber der Kampfeswille war ungebrochen. In der 104. Minute hatte Felix Frason sogar noch einmal eine gute Möglichkeit seine Mannschaft erneut in Führung zu bringen. Doch war der Winkel zu spitz und sein Schuss aus halblinker Position ging knapp am rechten Pfosten vorbei ins Toraus.   

Die erste Hälfte der Verlängerung endete ohne Ergebnisveränderung. 

In der 109. Spielminute kam für den völlig verausgabten Delhovener Spieler Osan Saglam, Burak Ünal in die Partie. Allen war zu diesem Zeitpunkt klar, wer den nächsten Treffer erzielt würde als Sieger den Platz verlassen.  

Die Hoffnung der Delhovener, sich eventuell noch in ein Elfmeterschießen retten zu können, wurde dann in der 111. Minute jäh zu Grabe getragen, als die Essener nach vielen bis dahin erfolglosen Angriffsbemühungen den Führungstreffer zum 2:3 erzielten. 

Trainer Markus setzte alles auf eine Karte, wechselte Innenverteidiger Marco Kulig aus, löste damit die Viererkette auf und brachte mit Dominik Becker einen schnellen Mann der noch einmal im gegnerischen Sturm für Unruhe und vielleicht den glücklichen Ausgleich sorgen sollte. 

Doch in der 119. Minute ein weiterer Rückschlag: Elfmeter für Essen. Burak Ünal konnte einen Angriff der Gäste nur noch durch ein Foulspiel im eigenen Strafraum unterbinden und erhielt für diese Aktion die gelbe Karte. Alle Augen waren erneut auf Schlussmann Kevin Zur gerichtet. Und tatsächlich, Kevin hielt zum Abschluss auch noch einen Elfmeter - ganz großes Kino. Nur leider kein Happy End. 

Am Ende hieß der Sieger ETB Schwarz-Weiß Essen.

 Fazit:

Ok, Essen hat sicher nicht ganz unverdient gewonnen. Sie war die Mannschaft mit deutlich mehr Spielanteilen und der am Ende größeren Kraftreserven.  

Aaaaaber, ein großes Kompliment an die Mannschaft und den Trainer von Delhoven. Ausnahmslos alle (!) haben toll gekämpft und auch spielerisch dagegen gehalten. Und auch die Taktik ist bis zum späten Ausgleichstreffer aufgegangen. Gratulation. Weiter so! 

Ich bin davon überzeugt, dass die meisten der anwesenden Zuschauer mit dem was ihnen an diesem Sonntag geboten wurde sehr zufrieden waren und ihr kommen nicht bereut haben. 

Abschließend sei an dieser Stelle noch hervorzuheben, dass es von beiden Mannschaften eine äußerst fair vorgetragene Partie war. Das gute Schiedsrichtergespann hatte es mit der Spielleitung zu keinem Zeitpunkt schwer gehabt.

 Aufstellung Delhoven:

Kevin Zur (TW), Johannes Wünsche, Marco Kulig, Ekrem Kadiyoran, Roman Albrecht, Dennis Pethke (C), Musa Yesilbag, Osan Saglam, Felix Frason, Ersin Onur, Mick Dziggel, Can Karakus (65.), Furkan Caglar (75.), Burak Ünal (109.), Dominik Becker (117.) 

Bericht: Jürgen Jeschke

1 0 6.min
Musa
2 0 37.min
Felix
2 1 60.min
2 2 86.min
2 3 111.min
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