FC Delhoven

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BV Wevelinghoven

Treffen 15:00 Samstag   10.12.2011 16:00 Uhr
4 3 Halbzeit:
3:0


 

 

 

 

Aufstellung Spielbericht Tore
Julian Siegberg
Burak Ünal
Felix Wünsche
Osan Saglam
Serhat Ertürk
Ekrem Kadyoran
Dominik Becker
Roman Albrecht
Musa Yesilbag
Furkan Caglar
Felix Frason
Nico Benz
Nils Wuttke
Berk Semiz
 
 

 

Delhoven gewinnt Zuhause gegen den BV Wevelinghoven mit 4:3

 

 

Hauptsache gewonnen. So muss man es wohl auf den Punkt gebracht formulieren. Delhoven hat (mal wieder) nicht besonders gut gespielt, traf aber auf einen noch schwächeren Gegner aus Wevelinghoven. 

Ja, ich weiß, für „hätte, wenn und aber“ kann man sich am Ende nichts kaufen. Trotzdem, das Spiel darf niemals mit solch einem Ergebnis enden. Delhoven muss (!) ganz klar mehr aus den sich bietenden Torchancen machen, sonst drohen solche Spiele am Ende sogar noch verloren zu gehen. 

Zunächst musste Trainer Markus Neubert seine Abwehrkette mal wieder umstellen. Neben dem weiterhin verletzungsbedingten Ausfall des Außenverteidigers Florian Jeschke, musste auch Innenverteidiger Marco Kulig nach dem Aufwärmtraining seinem sportlichen Leiter kurzfristig absagen (Probleme mit den Adduktoren). Bis auf den langzeitverletzten Kapitän Dennis Pethke und Mittelfeldspieler Mick Dziggel, waren Sturm und Mittelfeld eigentlich in Top-Besetzung angetreten. Neu mit an Bord: „Allrounder“ Ekrem Kadiyoran – herzlich Willkommen auch von dieser Stelle. Im Tor stand heute, nach seiner guten Vorstellung vom letzten Mittwoch im Pokalspiel gegen Neukirchen-Hülchrath, erneut Julian Siegberg. 

Delhoven übernahm erwartungsgemäß die Rolle des Favoriten und übte von Anfang an Druck auf die Gäste aus Wevelinghoven aus. In der 17. Minute wurde Felix Frason für sein Nachsetzen im gegnerischen Strafraum belohnt. Sein Schuss auf das Tor ging zunächst an den linken Innenpfosten, sprang von dort aber unhaltbar zur 1:0 Führung ins gegnerische Netz. Den am Seitenrand schon sicher geglaubten und bejubelten Treffer zum 2:0 schaffte Felix (mal wieder) durch einen Heber über das Tor zu setzen. So geschehen in der 22. Spielminute. Das fand der Trainer gar nicht lustig. 

In der 35. Minute eine für den Schiedsrichter recht knifflige Entscheidung. Furkan Caglar wurde „im Bereich“ der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Doch der Schiri sah den Ursprung des Foulspiels noch Außerhalb der Grenze und verweigerte Delhoven den von vielen Zuschauern erwarteten Elfmeter. Der von Roman Albrecht ausgeführte Freistoß ging knapp über das Tor vorbei und brachte somit nichts ein. 

Zwei Minuten später dann ein harter Schuss aus kürzerer Entfernung auf das Wevelinghovener Tor durch Neuzugang Ekrem Kadiyoran. Diesen konnte der BVW-Torwart noch abwehren, ließ dabei den Ball jedoch nach vorne abprallen. Dort stand Felix Frason goldrichtig und köpfte zum bis hierhin verdienten 2:0 ein. 

Fast zeitgleich mit dem Pausenpfiff war es dann aber Ekrem selbst, der eine sehenswerte Einzelleistung mit dem Treffer zum 3:0 abschloss. Mit dem Ergebnis konnte man bisher zufrieden sein. Mit dem Spiel insgesamt war es der Trainer jedoch nicht. Das Zusammenspiel im Mittelfeld, die vergebenen Torchancen – hier war noch Luft nach oben. 

Zur zweiten Hälfte kam dann Nico Benz für Dominik Becker in die Partie. Dominik hat in der ersten Hälfte gut gespielt, konnte aber wenig Akzente im Spiel nach vorne setzen. Mehr oder weniger aus dem Nichts fiel dann aber in der 51. Minute der Anschlusstreffer für die Gäste aus Wevelinghoven. Bei dem Kopfballtor sah Delhovens Abwehr nicht gut aus, hier muss man einfach konsequenter verteidigen. Bedingt durch den Anschlusstreffer, schöpfte Wevelinghoven jedenfalls Hoffnung.  

Doch in der 70. Minute bekam ein Spieler der Gastmannschaft für wiederholtes Foulspiel eine fünfminütige Zeitstrafe aufgebrummt. Dadurch waren die Angriffsbemühungen der Wevelinghovener natürlich erst einmal wieder gebremst.  In dieser Phase fiel dann auch der Treffer zum 4:1 für Delhoven durch Musa Yesilbag. Dem voraus gegangen war ein Dribbling an mehreren Gegenspielern vorbei bis in den gegnerischen Strafraum. 

Ist Musa einmal im Ballbesitz, ist er nur schwer vom Ball zu trennen. Das gilt sowohl für seine Gegner, als auch für ihn selbst. In vielen Situationen sollte er öfter mal ein Auge für seine besser postierten Mitspieler haben. Dadurch muss er weniger laufen, bindet andere mit ein und schafft mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Fußball ist nun mal eine Mannschaftssportart. In der 72. Spielminute wechselte Delhovens Trainer Berk Semiz ein. Für ihn musste Furkan Caglar, der sich sehr bemühte, aber in manchen Situationen entweder unglücklich agierte oder einfach nur Pech hatte, erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Der nächste Wechsel dann in der 78. Minute. Nils Wuttke kam für Serhat Ertürk in die Partie und übernahm die Aufgabe des linken Außenverteidigers. Serhat hat mal wieder ein irres Laufpensum absolviert und war auch an vielen Situationen nach vorne beteiligt. 

An dieser Stelle auch einmal ein dickes Lob an Osan Saglam. Osan lieferte sowohl heute als auch in den zurück liegenden Spielen eine konstant gute Leistung. Er spielt sehr mannschaftsdienlich, ist in der Abwehr omnipräsent, tut aber auch viel für das Spiel nach vorne. 

Leichtfertig vergeben hat Ekrem Kadiyoran die Möglichkeit den Sack zu zumachen. Alleine und nur noch den gegnerischen Torwart vor sich, zeigte er Nerven und traf nur den rechten Torpfosten. Delhoven hat dann das Spielen quasi eingestellt und war mit den Gedanken wohl schon bei der für den Abend geplanten Weihnachtsfeier. Eine andere Erklärung habe ich im Augenblick nicht.  

Dem zweiten Treffer für Wevelinghoven war wieder ein leichtsinniges Abwehrverhalten voraus gegangen. Hier aber nur der Viererkette einen Vorwurf zu machen wäre zu einfach. Die Verteidigung beginnt schon im Mittelfeld, wenn nicht gar im Sturm. 

Trainer Markus Neubert sah schon die Fälle wegschwimmen und versuchte durch zwei aufeinander folgende Auswechselungen den aufkeimenden Spielfluss der Gäste zu unterbrechen. Dominik Becker und Furkan Caglar kamen wieder zurück auf den Platz, Bural Ünal und Ekrem Kadiyoran „hatten fertig“. 

In der 89. Minute dann sogar noch der Anschlusstreffer zum 4:3 durch Wevelinghoven. Wieder muss man der gesamten Mannschaft den Vorwurf machen sich nicht konsequent genug dem Gegner in den Weg gestellt zu haben. 

Gott sei Dank kam dann rechtzeitig der Schlusspfiff. Gar nicht auszudenken, hätte das Spiel noch fünf Minuten oder länger gedauert.

 Aufstellung Delhoven:

Julian Siegberg (TW), Dominik Becker, Felix Wünsche, Burak Ünal, Serhat Ertürk, Osan Saglam, Ekrem Kadiyoran, Roman Albrecht, Furkan Caglar, Musa Yesilbag, Felix Frason, Nico Benz (46.), Berk Semiz (72.), Nils Wuttke (78.)

 PS.: An dieser Stelle darf ich mich noch einmal ganz herzlich bei der gesamten Mannschaft für die „leckere“ Flasche Rotwein bedanken ;-)

 

Bericht: Jürgen Jeschke

1 0 17.min
Felix
2 0 34.min
Felix
3 0 44.min
Ekrem
Hz

3 1 51.min
4 1 71.min
Musa
4 2 81.min
4 3 89.min
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